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Aufklärung über verschiedene Operationsmöglichkeiten bei Leistenbruch-OP notwendig

Uns liegt ein Urteil des OLG Brandenburg vom 15.7.2010 vor. Dabei behandelt das Gericht die Fragen der Aufklärungspflicht im Rahmen einer Leistenbruchoperation. Es ist im Rahmen der OP über die verschiedenen, in Betracht kommenden, Operationsmöglichkeiten aufzuklären. So sind bei der Leistenbruch-Versorgung mittlerweile verschiedene Methoden Standard. So wird unterschieden zwischen der Operationsmöglichkeit mit und ohne Netzimplantation, konventionell oder in laparoskopischer Technik. Kommt es kurzfristig zu einem Wechsel der Operationsmethode, so ist der Eingriff von der ursprünglichen Einwilligung in die Operation nicht mehr gedeckt. Auch eine Einwilligung aufgrund einer erst am Tag der Operation vorgenommenen Aufklärung, bei der der Patient bereits unter Medikamenten Einfluss stand, ist unwirksam. Diese hätte früher durchgeführt werden müssen. Kommt es dann noch während der ohne wirksame Einwilligung durchgeführten Operation zu einer Durchtrennung des Samenleiters des linken Hodens, so ist durch das Gericht wegen einer möglichen zukünftigen Beeinträchtigung des Hodens ein Schmerzensgeld von 15.000 EUR für angemessen erklärt worden.

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Mathias Drewelow

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Fragen und Antworten: Medizinrecht

Welche Vorkehrungen muss eine Klinik treffen, damit Patienten nicht stürzen?

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Welche Ansprüche habe ich, wenn wegen eines Behandlungsfehlers eine weitere Operation notwendig geworden ist?

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Was für Konsequenzen hat es wenn ich doppelt krankenversichert bin?


Nachrichten: Medizinrecht

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Versicherte mit Fußdeformationen haben Anspruch auf Versorgung mit Orthesentrümpfen

Gericht kann bei der Frage, ob ein Behandlungsfehler vorliegt, auf Vorgaben in Leitlinien der jeweiligen Fachgesellschaft zurückgreifen

Fragt Versicherer im Rahmen des Abschlusses einer BU-Versicherung bei unvollständigen oder unklaren Angaben nicht nach, kann er im Versicherungsfall sich auch nicht auf die fehlende Angabe berufen.

Die Verwechslung eines Wunddesinfektionsmittels mit einem Flächendesinfektionsmittel stellt groben Behandlungsfehler dar.

Meniskusläsion bei Kindern ist durch Meniskusnaht zu behandeln.

Behandelt Arzt nach veralteten medizinischen Erkenntnissen, stellt dies einen Behandlungsfehler dar.

Unterlassene Schmerzmittel-Verabreichung bei postoperativer Übelkeit kann 1000 EUR Schmerzensgeld auslösen.

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