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Ehefrau hat Anspruch auf nachehelichen Unterhalt, wenn aufgrund Kindererziehung in der Ehe die Ausbildung abgebrochen wurde.

Das OLG Brandenburg beschäftigte sich mit der Frage, wann nachehelicher Unterhalt aufgrund von Rollenverteilungen in während der Ehezeit gezahlt werden muss. In einem Beschluss vom 21.2.2012 hatte das Gericht dazu Gelegenheit. Darin beschäftigt sich das Gericht mit der Frage, ob einer 50-jährigen Frau, welche am Anfang ihrer dreißigjährigen Ehezeit ihre Ausbildung dafür abgebrochen hatte, um die Kinder zu erziehen, nachehelicher Unterhalt zusteht. In dem Fall machte die Frau eine Ausbildung zur Gärtnerin im Alter von 17 Jahren. Wegen der Geburt eines gemeinsamen Kindes brach sie diese Ausbildung ab. Sie hatte in den kommenden Jahren auch keine weitere Ausbildung absolviert, sondern sich ganz der Kindererziehung hingegeben. Nach 30 Jahren wurde die Ehe geschieden. Wegen des fehlenden Ausbildungsabschlusses kann die Frau nur noch Aushilfstätigkeiten mit geringer Bezahlung wahrnehmen. Gerichtlich machte sie nun einen sogenannten Aufstockungsunterhalt geltend. Dies ist jener nachehelicher Unterhalt, der sich aus der Differenz zwischen dem Einkommen einer Fachkraft und dem einer Aushilfskraft ergibt. Das Gericht entschied, dass die Beschränkung auf die Ausübung von Aushilfstätigkeiten einen sogenannten ehebedingten Nachteil darstellt. Dieser ehebedingte Nachteil muss von dem Ehemann im Rahmen des Anspruchs auf nachehelichen Unterhalt ausgeglichen werden. Das Gericht ging davon aus, dass die Frau als Landschaftsgärtnerin ein ähnlich hohes Einkommen wie ihr Mann erzielt hätte. Dieser Unterschied ist auszugleichen. Der Anspruch auf diesen Ausgleich besteht auch wegen der dreißigjährigen Dauer der Ehe unbefristet und ohne Abzüge.

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Foto von Mathias DrewelowRechtsanwalt LL. M.
Mathias Drewelow

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Fragen und Antworten: Familienrecht

Was geschieht mit meiner Lebensversicherung im Falle einer Scheidung?

Wer kann in der Ehewohnung nach der Trennung weiterleben?

Wann kann das Familiengericht das Umgangsrecht für ein Elternteil ausschließen?

Auf wieviel Zeit mit seinem Kind hat der zum Umgang berechtigte Elternteil Anspruch?

Können Kindesunterhaltsansprüche auch vom Erbe des Kindesvaters abgezweigt werden?

Welche Kosten kommen bei einer Scheidung in Bezug auf den Zugewinnausgleich auf mich zu?

Mein Mann will sich scheiden lassen. Stehen mir Trennungsunterhalt und nachehelicher Unterhalt zu?

Darf ein Elternteil die Kinder bei Trennung beim Meldeamt ummelden, obwohl gemeinsames Sorgerecht und Aufenthaltsbestimmungsrecht besteht?

Kann ich eine mir gehörende Wohnung auch während des Scheidungsverfahrens verkaufen?

Kann ich durch Verringerung meines Einkommens auch die an mich gestellten Unterhaltsforderungen senken?


Nachrichten: Familienrecht

Bei Zuwiderhandlungen gegen Umgangstitel muss der zur Umgangsgewährung verpflichtete Elternteil beweisen, dass er unschuldig ist.

Großeltern haben grundsätzliches Umgangsrecht, aber nicht wenn sorgeberechtigtigtes Elternteil aus triftigem Grund dagegen ist.

Auch abgeschobene Ausländer haben das Recht auf Umgang mit ihrem Kind in Deutschland.

Eine bereits bestehende Umgangsrechtsvereinbarung darf nur aus triftigen Gründen des Kindeswohls abgeändert werden.

Belastung des betreuenden Elternteils durch ein Habilitationsverfahren stellt keinen elternbezogenen Grund zum Erhalt von Betreuungsunterhalt dar.

Gemeinsames Sorgerecht für nichteheliche Väter ist jetzt auch gegen den Willen der Mutter möglich.

Betreuendes Elternteil kann auch zum Barunterhalt herangezogen werden, wenn es ein viel höheres Einkommen als der andere Elternteil hat.

Jobcenter muss die Kosten zur Wahrnehmung das Umgangsrechtes zwischen Vater und Sohn als Mehrbedarf tragen.

Unterhaltsrechtliche Vereinbarungen über Zahlung lebenslangen Ehegattenunterhaltes können nachträglich geändert werden.

Zur Ehegatten - Unterhaltsberechnung bei zweiter Ehe

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