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Arztfehler/Behandlungsfehler – welche Alternativen gibt es zu langwierigen Gerichtsverfahren?

Arzthaftungsprozesse vor deutschen Gerichten nehmen sehr viel Zeit in Anspruch. Belegbare Zahlen zur durchschnittlichen Dauer eines Verfahrens wegen Behandlungsfehler sind nicht vorhanden, aber das Problem der überlangen Verfahrensdauer vor deutschen Zivilgerichten hatte sogar bereits den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte beschäftigt. Ein Kläger wandte sich an den Gerichtshof, nachdem er bereits 12 Jahre lang gegen Ärzte prozessierte!

Klagen auf Schmerzensgeld nach fehlerhaften ärztlichen Behandlungen sind also für den Patienten nicht nur teuer (wenn keine Rechtschutzversicherung im Hintergrund ist), sondern aufgrund der Dauer auch eine enorme psychische Belastung. Dieses Problem sollte sich der klagewillige Patient nicht kleinreden.

Es gilt für alle Beteiligten nach Alternativen zu solchen Prozessen zu suchen, die letztlich oft am Ende nur von der Bewertung des Sachverständigen abhängen, die zu Beginn eines Verfahrens von keinem der Beteiligten voraussagbar ist.

Eine sinnvolle Alternative ist es, vor einem Klageverfahren ein Schlichtungsverfahren vor einer Schlichtungsstelle für Arzthaftpflichtsachen durchzuführen.


Die größte dieser Schlichtungsstellen ist die Norddeutsche Schlichtungsstelle für Arzthaftpflichtfragen. Sie ist zuständig für Verfahren bei vermuteten Behandlungsfehlern von Behandlungen in den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen.

Die Schlichtungsstelle gibt an, dass die durchschnittliche Verfahrensdauer 2006 bei 13,8 Monaten lag.

Das ist natürlich schon viel kürzer als die Dauer eines gerichtlichen Arzthaftungsprozesses. Allerdings endet das Schlichtungsverfahren nicht damit, dass die Angelegenheit - wenn ein Behandlungsfehler bestätigt wird - durch Zahlung an den Patienten erledigt wird.

Das Verfahren endet mit einem Vorschlag der Schlichtungsstelle an den Behandler, die Sache zu regulieren. Danach muss der Patient meist zunächst den Haftpflichtversicherer des Arztes ermitteln, um mit diesem die Angelegenheit zu regulieren und diesen zur Zahlung von Schmerzensgeld bringen.

Die Verhandlungen zur Höhe des Ausgleiches sind auch nicht einfach und nervenraubend.

Gleichwohl ist dieser Weg, Arztfehler für den Patienten zu regulieren, immer noch deutlich besser und schneller, als der Gerichtsweg.

Dem Patienten ist daher zu raten, sich eines solchen außergerichtlichen Schlichtungsverfahrens nicht zu verschließen und sich zur Durchführung eines Schlichtungsverfahrens an einen Fachanwalt für Medizinrecht zu wenden.

Spätestens wenn der Patient einen positiven Schlichterspruch sein eigen nennen kann, sollte er sich zwecks Regulierung und Korrespondenz mit dem Haftpflichtversicherer des Arztes an einen Fachanwalt für Medizinrecht wenden. Denn der Patient kann meist nicht einschätzen, ob das, was der Haftpflichtversicherer ihm an Schmerzensgeld anbietet, ein gutes oder ein schlechtes Angebot ist.

An dieser Stelle muss sich der Patient zummeist auch keine Sorgen vor hohen Anwaltsrechnungen machen, weil bei festgestellten Behandlungsfehlern der Arzt und seine Haftpflichtversicherung auch verpflichtet sind, dem Patienten die Kosten seiner Rechteverfolgung (Anwaltskosten) zu erstatten. Der Weg zum Anwalt ist für den Patienten bei tatsächlich festgestellten Behandlungsfehlern nicht mit Anwaltskosten verbunden, weil diese von der Gegenseite gefordert werden können.

Vermuten auch Sie, bei einer ärztlichen Behandlung falsch behandelt worden zu sein und aufgrund dieser Falschbehandlung Gesundheitsschäden davongetragen zu haben, so stehen wir Ihnen für die Durchsetzung möglicher Ansprüche gern zur Verfügung. Rufen Sie uns in unserer Rostocker Kanzlei an. Wir werden Ihre Ansprüche so schnell, wie möglich, durchsetzen.  

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Ihr Ansprechpartner:

Foto von Mathias DrewelowRechtsanwalt LL. M.
Mathias Drewelow

Telefon: 0381/25296970
Fax: 0381/25296971
eMail: drewelow[ät]mv-recht.de
Web: Lebenslauf

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