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Aktuelle Themen und Rechtsfragen

Welche Ansprüche haben Sie als Geschädigter eines Verkehrsunfalls?

Bereich: Verkehrsrecht

Laut dem statistischen Bundesamt registrierte die Polizei im Jahr 2014 insgesamt 2,4 Millionen Verkehrsunfälle. Diese Zahl zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit durchaus hoch ist, dass man verschuldet oder aber unverschuldet in einen Verkehrsunfall verwickelt werden kann. Umso wichtiger ist es in dieser Situation seine Ansprüche zu kennen. Vor allem wenn Sie unverschuldet und lediglich Geschädigter sind, können Sie im Nachhinein eine Vielzahl von Kosten im Wege des Schadensersatzrechts vom Unfallgegner bzw. von der gegnerischen Haftpflichtversicherung ersetzt verlangen. Da viele Geschädigte jedoch mangels Kenntnis und zur Freude der Versicherer, zumeist nur einen Bruchteil der Ihnen zustehenden Ansprüche geltend machen, empfiehlt es sich immer anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Welche Ansprüche Ihnen u.a. grundsätzlich zustehen möchten wir im Folgenden kurz erläutern:

1. Sachverständigen- bzw. Gutachterkosten

Um Festzustellen wie hoch der Schaden am Fahrzeug tatsächlich ist und wie teuer die Reparatur voraussichtlich sein wird, ist ein Gutachten meist unumgänglich. Haftet die Gegenseite voll, dann können Sie die Kosten für einen Sachverständigen bzw. für ein Gutachten von der Gegenseite ersetzt verlangen.

2. Sachschäden am Fahrzeug / Reparaturkosten

Natürlich erhalten Sie bei voller Haftung der Gegenseite von dieser  auch die geschätzten bzw. die tatsächlich angefallenen Reparaturkosten für ihr Fahrzeug erstattet. Zu beachten ist hier lediglich, dass eine Erstattung der MwSt. nur dann erfolgt, wenn die Reparatur auch tatsächlich durchgeführt wurde. Erfolgt die Erstattung nur auf Grundlage des Gutachtens, gibt es lediglich die Nettoreparaturkosten.

3. Nutzungsausfallentschädigung / Mietwagenkosten

Muss das Fahrzeug nach dem Unfall repariert werden, so besteht für den Geschädigten für die Dauer der Reparatur entweder ein Anspruch auf Gewährung einer Nutzungsentschädigung oder aber alternativ dazu ein Anspruch auf die Kostenübernahme für ein Mietfahrzeug. In der Regel bestimmt sich die Höhe der Entschädigung hierbei an dem Wert des Fahrzeugs. Bei einem Mietwagen werden die Kosten für ein gleichwertiges bzw. für ein Fahrzeug des gleichen Typs übernommen.

4. Wiederbeschaffungswert

Sollte das Fahrzeug nicht reparabel sein, liegt ein sogenannter Totalschaden vor. In einem solchen Fall erhalten Sie von der Gegenseite den Wiederbeschaffungswert abzüglich des Restwertes ihres Fahrzeugs. Der Wiederbeschaffungswert ist dabei der Betrag, den man aufwenden muss, um auf dem allgemeinen Markt ein gleichartiges Fahrzeug in gleichem Zustand und gleicher Ausstattung zu erhalten.

5. Abschleppkosten

Ist das Fahrzeug nach dem Unfall nicht mehr verkehrstüchtig, muss dieses mittels eines Abschleppunternehmens vom Unfallort entfernt werden. Die dadurch verursachten Kosten werden von der gegnerischen Haftpflichtversicherung übernommen. Zu beachten ist hierbei jedoch, dass grundsätzlich nur die Kosten von der Unfallstelle bis zur nächsten Vertragswerkstatt übernommen werden. Der Transport bis zur hauseigenen Werkstatt kann nur dann vollständig dem Gegner auferlegt werden, wenn die Reparaturkosten in dieser entsprechend niedriger ausfallen.

6. Haushaltsführungsschaden

Ein Haushaltsführungsschaden ist immer dann gegeben, wenn man aufgrund des Unfalls nicht oder nur noch teilweises in der Lage ist den eigenen Haushalt oder den einer ganzen Familie zu führen. Grundsätzlich gibt es schon dann eine Entschädigung wenn die Haushaltsführung zu mind. 20 % eingeschränkt ist. Bei der Schätzung wird zumeist auf das Tabellenwerk von Schulz-Borck/Hofmann abgestellt. Die Gegenseite hat auch diese Schadensposition zu regulieren.

7. Heilbehandlungskosten / Arztkosten

Wurden Sie bei dem Unfall verletzt, so haben Sie natürlich auch einen Anspruch auf Erstattung der Kosten welche durch die Behandlung entstanden sind. Hierzu zählen sowohl Arzt- und Krankenhausrechnungen als auch Rezeptzuzahlungen und Kosten für etwaige Rehabilitationsmaßnahmen.

8. Schmerzensgeld

Kommt es neben einem Blech- auch zu einem Personenschaden hat der Geschädigte gegen den Unfallverursacher bzw. dessen Haftpflichtversicherung auch einen Anspruch auf den Ersatz des immateriellen Schadens, welchen er durch den Unfall erlitten hat. Die Höhe des Schmerzensgeldes bestimmt sich in jedem Fall ganz individuell und ist sowohl abhängig vom Umfang und der Dauer der Verletzung, als auch von möglichen Folgeschäden und einem eventuellen Mitverschulden. Zur Orientierung dienen ebenfalls Schmerzensgeldtabellen und Urteilssammlungen. Eine genaue Einschätzung kann aber in den meisten Fällen nur durch einen Anwalt erfolgen.

9. Verdienstausfall

Ist der Geschädigte nach dem Verkehrsunfall nicht in der Lage, wie üblich seiner beruflichen Tätigkeit nachzugehen, hat der Unfallverursacher grundsätzlich den entstehenden Verdienstausfall zu ersetzen. Als angestellter Arbeitnehmer erhält der Geschädigte bis einschließlich der 6. Kalenderwoche nach dem Unfall, bei durchgehender Arbeitsunfähigkeit seinen Arbeitslohn vom Arbeitgeber weitergezahlt. Ein Schaden ist hier noch nicht entstanden. Ab der 7. Kalenderwoche ist zu berücksichtigen inwieweit der Arbeitslohn durch Zahlungen Dritter (Krankenversicherung) ausgeglichen wird. Sollte sich hier nun eine Differenz zwischen üblichem Lohn und z.B. dem Krankentagegeld ergeben, ist diese vom Unfallgegner bzw. dessen Versicherung auszugleichen. 

Anders ist es bei Selbständigen. Da es in diesen Fällen an einem Arbeitgeber fehlt, kann hier bereits ab der Arbeitsunfähigkeit  der entgangene Gewinn bzw. die Kosten einer Aushilfskraft geltend gemacht werden.

10. Auslagenpauschale 

Der organisatorische Aufwand (Porto-, Telefonkosten) welcher nach einem Verkehrsunfall für den Geschädigten anfällt wird grundsätzlich pauschal mit 25,00 EUR ersetzt.

11. Rechtsanwaltskosten

Ist der Gegner alleiniger Unfallverursacher, dann können sich Geschädigte selbst zur erstmaligen Geltendmachung ihrer Ansprüche anwaltlicher Hilfe bedienen ohne die Kosten hierfür selbst zu tragen. Daher empfiehlt es sich im Falle einer unverschuldeten Schädigung stets, sich anwaltlicher Hilfe bei der Durchsetzung seiner Ansprüche zu bedienen.

Sollten auch Sie in einen Verkehrsunfall verwickelt sein, dann stehen wir Ihnen in dieser Angelegenheit gerne tatkräftig zur Seite. Wir übernehmen für Sie die gesamte Korrespondenz mit der gegnerischen Seite und werden Sie zu jeder Zeit umfassend und kompetent beraten.

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Ihr Ansprechpartner:

Foto von Inga NickelRechtsanwältin
Inga Nickel

Telefon: 0381/25296950
Fax: 0381/25296971
eMail: nickel[ät]mv-recht.de
Web: Lebenslauf

Wer haftet für Schäden am untergestellten Privat-PKW während einer Kreuzfahrt?

Bereich: Reiserecht

Stellen Sie sich vor, Sie kommen nach einer erholsamen Kreuzfahrt zu ihrem Auto und stellen an diesem diverse Beschädigungen fest. Die Erholung ist flugs dahin und es stellt sich die Frage ob für den Schaden das Kreuzfahrtunternehmen aufkommen muss.

Die Antwort gibt ganz aktuell das Amtsgericht München. Folgender Fall lag dem Urteil zugrunde:

Der Sohn der Klägerin buchte bei einem Kreuzfahrtunternehmen eine Mittelmeerkreuzfahrt ab und bis Genua. Für die An- und Abfahrt benutze er den PKW seiner Mutter. Zu der Reise buchte er gleichzeitig einen Parkservice für den PKW während der Reisezeit. Er übergab den PKW sodann bei Reiseantritt im Hafen von Genua an den gebuchten Parkservice. Bei Abholung des PKW nach Ende der Reise, stellte er fest, dass diverse Schäden am PKW vorhanden waren. Die Reparatur belief sich dabei auf knapp 2000 EUR. Der Sohn hat sodann seine Schadensersatzansprüche wegen der Beschädigung an seine Mutter als Eigentümerin des PKW abgetreten. Die Klägerin verlangte nunmehr vom Kreuzfahrtunternehmen den Ersatz der Reparaturkosten.

Das Kreuzfahrtunternehmen lehnte die Zahlung mit dem Argument ab, dass es die Parkplätze nicht selbst betreibe, sondern diese lediglich durch sie vermittelt werden. Der Mietvertrag würde vielmehr zwischen dem Nutzer und dem Parkhausbetreiber geschlossen.

Das Gericht entschied hier jedoch zugunsten der Klägerin und gab der Klage in voller Höhe statt.

Die zuständige Richterin stellt fest, dass zwischen dem Sohn der Klägerin und dem Kreuzfahrtunternehmen ein Verwahrungsvertrag für den PKW zustande gekommen ist. Das Kreuzfahrtunternehmen habe den PKW somit in eigener Sache verwahrt. Es sei nicht erkennbar gewesen, dass das Unternehmen lediglich die Reservierung in einem öffentlichen Parkhaus vermittelt hat. So wurde auch die Parkgebühr vom Bordkonto abgebucht. Als das Fahrzeug im Terminal abgegeben wurde, sei zudem auch nicht erkennbar gewesen, dass es sich bei den Personen, die das Fahrzeug in Empfang genommen haben, nicht um Mitarbeiter des Kreuzfahrtunternehmens gehandelt hat. Auch aus dem Reisekatalog habe sich nicht ergeben, dass ein eigener Mietvertrag mit dem örtlichen Parkhausbetreiber abgeschlossen wird. Bei der Rückgabe des Fahrzeugs sei der Fahrzeugschlüssel vom Personal des Kreuzfahrtunternehmens übergeben worden. Ein Mitarbeiter habe sogar gegenüber dem Sohn der Klägerin bestätigt, für das Parken zuständig und verantwortlich gewesen zu sein. Die Richterin kommt zu dem Schluss, dass zwischen dem Kreuzfahrtunternehmen und der Klägerin ein Verwahrungsvertrag zustande gekommen ist, aus dem das Unternehmen der Klägerin für den Schaden an ihrem PKW haftet.

Haben auch Sie Schwierigkeiten damit Ihre berechtigten Ansprüche gegen ein Kreuzfahrtunternehmen durchzusetzen, scheuen Sie sich nicht anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wir stehen Ihnen jederzeit zur Prüfung und Durchsetzung ihrer Ansprüche zur Verfügung.

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Ihr Ansprechpartner:

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Inga Nickel

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