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Aktuelle Themen und Rechtsfragen

Bei Flugstornierung - Geld zurück!

Bereich: Reiserecht

Bekomme ich mein Geld zurück, wenn ich einen Flug storniere?

Wenn Sie einen Flug gebucht haben, diesen aber nicht antreten können, weil Ihnen etwas dazwischen gekommen ist, weigern sich die Fluggesellschaften meist Ihren Flug zu stornieren und Ihnen den Flugpreis zu erstatten. Tatsächlich haben Sie jedoch gute Chancen einen Großteil des Flugpreises zurückzuerhalten.

Als Fluggast können Sie jederzeit ohne Angabe von Gründen den Luftbeförderungsvertrag kündigen, § 649 BGB.

Der Ticketpreis für den Flug setzt sich aus mehreren Einzelbausteinen zusammen. Grundsätzlich können Sie vom Flugunternehmen Steuern, Gebühren und Zuschläge in voller Höhe zurückverlangen, denn diese fallen nur dann an, wenn Sie ihr Flugticket auch nutzen. Darunter fallen etwa Mehrwertsteuer, Sicherheits- und Umweltsteuern, Flughafengebühren oder Treibstoffzuschläge. Diese Beträge machen oft 40 % oder mehr des Gesamtflugpreises aus.

Nehmen Sie die Stornierung Ihrer Buchung zudem rechtzeitig vor, so dass die Fluggesellschaft genügend Zeit hat, die Flugtickets anderweitig zu veräußern, muss er Ihnen auch den Beförderungspreis oder zumindest Teile davon erstatten. Dies hängt davon ab, welchen Preis die Fluggesellschaft durch die erneute Vermittlung der Tickets erzielen kann. Sieht die Fluggesellschaft davon ab die Tickets erneut zu vergeben, obwohl sie die Möglichkeit dazu hätte, können Sie dennoch den vollen Ticketpreis zurückverlangen (Urteil des LG Frankfurt vom 06.06.2014, AZ. 2-24 S 152/13).

Das Gesagte gilt auch, wenn Sie bei der Buchung darauf hingewiesen wurden, dass es sich bei dem Flug um einen nicht-stornierbaren Flug handelt.

Beachten Sie, dass Sie bei Online-Buchungen direkt bei der Fluggesellschaft stornieren sollten, da die Buchungsportale meist nur als Vermittler auftreten.

Haben Sie Probleme Ihre Ansprüche nach einer Stornierung bei der Fluggesellschaft durchzusetzen? Wir beraten Sie gerne umfassend und kompetent auf dem Gebiet des Reiserechts.

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Ihr Ansprechpartner:

Foto von Inga NickelRechtsanwältin
Inga Nickel

Telefon: 0381/25296950
Fax: 0381/25296971
eMail: nickel[ät]mv-recht.de
Web: Lebenslauf

Gilt eine Vorsorgevollmacht für Vermögensangelegenheiten uneingeschränkt auch gegenüber der Bank?

Bereich: Erbrecht

Nach einer Entscheidung des LG Detmold vom 14.01.2015, Az: 10 S 110/14 kann eine privatschriftliche Vollmacht in Vermögensangelegenheiten auch zu Verfügungen über Bankkonten berechtigen. Voraussetzung ist, dass für das betreffende Konto zuvor keine gesonderte Bankvollmacht erteilt worden ist.

Laut Ausgangsfall hatte der Bankkunde dem Bevollmächtigten eine Vorsorgevollmacht erteilt, die diesen dazu berechtigte, ihn in allen Vermögensangelegenheiten zu vertreten. Dies geschah allerdings ohne eine weitere gesonderte Bankvollmacht zu beantragen. Deshalb verweigerte die Bank dem Bevollmächtigten trotz Vorlage der Vorsorgevollmacht jegliche Verfügung über das Sparkonto des Vollmachtgebers. Daraufhin verklagte der Bevollmächtigte die Bank auf Schadenersatz, da er einen Anwalt einschalten musste, um Zugriff auf das Sparkonto zu erhalten.

Das LG entschied zugunsten des Bevollmächtigten und verurteilte die Bank dem Bevollmächtigten den ihm entstandenen Schaden in Form der Anwaltskosten zu ersetzen. Das LG gab an, dass die Vorsorgevollmacht auch zur Verfügung eines Bankkontos berechtigt und die Bank daher durch ihre Weigerung, eine Pflichtverletzung gegenüber dem Bankkunden begangen habe.

Zwar empfiehlt es sich grundsätzlich, auch eine gesonderte Bankvollmacht zu erteilen, jedoch ist diese tatsächlich nicht nötig, sofern wie im geschilderten Fall eine Vorsorgevollmacht für Vermögensangelegenheiten vorliegt.

Haben auch Sie Fragen rund um das Thema Vorsorgevollmacht, so vereinbaren Sie gerne einen Termin mit uns.

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