• Fachanwalt Familienrecht Rostock
  • Anwalt Reiserecht Rostock
  • Anwalt Strafverteidigung Rostock
  • Anwalt Medizinrecht Rostock
  • Anwalt Steuerrecht Rostock
  • Anwalt Erbrecht Rostock
Meistgesuchte Begriffe

Ihre Rechtsanwälte in Rostock

Willkommen auf den Internetseiten unserer Rechtsanwaltskanzlei in Rostock.

Wir stehen ihnen gerne bei ihren Rechtsfragen schnell und kompentent zur Seite. Für eine Rechtsberatung bieten wir ihnen einen einfachen Kommunikationsweg über das örtliche Telefon oder Kontaktformular an. Neben unserer Beratung informieren wir Sie auf unseren Seiten über das umfassende Leistungsspektrum unserer Kanzlei, aktuelle Urteile und Fälle.

Vereinbaren Sie mit uns einfach einen Termin.
Tel.: 0381 / 252 969 70

Aktuelle Themen und Rechtsfragen

Die norddeutsche Schlichtungsstelle hat ein Gutachten erstellt wonach mein Arzt einen Behandlungsfehler begangen hat - was nun?

Bereich: Arztrecht

Einige Mandanten wenden sich, wenn sie der Meinung sind, durch einen ärztlichen Behandlungsfehler an der Gesundheit geschädigt worden zu sein, zunächst eigenständig an die Norddeutsche Schlichtungsstelle für Arzthaftpflichtfragen.

Die Schlichtungsstelle führt dann auf Antrag ein Schlichtungsverfahren zwischen dem geschädigten Patienten und dem betroffenen Arzt durch, wenn sich dieser zuvor mit der Durchführung eines Schlichtungsverfahrens einverstanden erklärt hat.

Regelmäßig wird im Schlichtungsverfahren ein Gutachten von einem unbeteiligten Sachverständigen eingeholt und erstellt. Das Verfahren endet dann mit einer Einschätzung des Gutachtens durch die Schlichtungsstelle selbst - nachdem beide Seiten zuvor Gelegenheit hatten, zu dem erstellten Gutachten Stellung zu nehmen.

Kommt die Schlichtungsstelle dann zu dem Ergebnis, es liegt ein Behandlungsfehler vor, empfiehlt sie der Behandlerseite, wegen des Behandlungsfehlers zu regulieren. 

Beide Seiten - sowohl die Patientenseite, als auch die Behandlerseite - sind an das Ergebnis des Gutachtens oder an die Empfehlung der Schlichtungsstelle nicht gebunden.

Gleichwohl orientieren sich viele Haftpflichtversicherer der Arztseite dennoch an den Empfehlungen der Schlichtungsstelle. Der nicht anwaltlich vertretene Patient fragt sich nach einem Verfahren oft, was denn jetzt zu passieren hat.

Zunächst einmal ist die Behandlerseits nach einem "positiven" Gutachten nicht per se verpflichtet, sich mit dem Patienten in Verbindung zu setzen. Der Patient muss sich meist selbst darum kümmern, zu seinem Recht zu kommen.

Im Prinzip ist mit der Durchführung des Schlichtungsverfahrens auch erst Schritt 1 von 2 Schritten gemacht:

Denn die Schlichtungsstelle macht weder im Gutachten, noch in anderen Schreiben Ausführungen darüber, wie hoch denn jetzt ein Schmerzensgeld ausfallen sollte oder mit welchen Betrag andere eingetretene Schäden zu beziffern sind.

Diese Aufgabe verbleibt auf Seiten des Patienten. In der Bezifferung des Schmerzensgeldes, der richtigen Argumentation zum Ausmß der Schäden und der Darlegung weiterer Schäden liegt sodann die hohe Kunst.

Hier lautet der Rat, spätestens an dieser Stelle einen Fachanwalt für Medizinrecht einzuschalten. Denn der Patient selbst hat meist nur zu geringe Kenntnisse und Vorstellungen von dem, wie ein Gesundheitsschaden in Geld wieder gut zu machen ist.

 

Zu bedenken ist auch, dass immer, wenn eine Gesundheitsschaden vorliegt, der Schädiger auch dazu verpflichtet ist, die Rechtsanwaltskosten für die Geltendmachung der Schäden zu bezahlen. Dabei werden die Rechtsanwaltskosten den Anspruch gegen den Arzt nicht senken, sondern das Anwaltshonorar ist noch zusätzlich neben den anderen Schadenspositionen vom "Schädiger" zu zahlen.

Es lohnt sich daher immer und auch bei einem selbst durchgeführten Schlichtungsvefahren, einen Fachanwalt für Medizinrecht mit der Regulierung der Ansprüche zu beauftragen.

 

Hierfür steht Ihnen unsere Kanzlei gern zur Verfügung. Haben Sie Fragen zu möglichen Schadenspositionen und Ansprüchen nach einem Behandlungsfehler, so rufen Sie und an und vereinbaren einen Termin in unserer Rostocker Kanzlei.

____

Ihr Ansprechpartner:

Foto von Mathias DrewelowRechtsanwalt LL. M.
Mathias Drewelow

Telefon: 0381/25296970
Fax: 0381/25296971
eMail: drewelow[ät]mv-recht.de
Web: Lebenslauf

Werkstattbindung bei einer KfZ-Versicherung

Bereich: Versicherungsrecht

Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München vom 26.09.2014 (122 C 6798/14)  folgt aus einer wirksam vereinbarten Werkstattklausel mit einer Kfz Versicherung, dass die Vertragswerkstatt durch den Versicherungsnehmer in Anspruch genommen werden muss.
Wird die Reparatur eines Kaskoschadens jedoch einer freien Werkstatt in Auftrag gegeben, muss der Versicherte unter Umständen mit einem prozentualen Abschlag bei der Erstattung der Kosten leben, selbst wenn die Stundensätze der freien Werkstatt mit denen der Vertragswerkstatt identisch sind.

Im konkreten Fall reparierte der Kläger sein Fahrzeug nach einem Hagelschaden bei einer freien Werkstatt. Der Versicherungsvertrag des Klägers sah jedoch vor, dass Reparaturen nur dann zu 100 % erstattet werden, wenn sie von einer Vertragswerkstatt ausgeführt werden. Die Versicherung kürzte die Rechnung um 15 %. Der Kläger war der Meinung, die Klausel gelte für ihn nicht und im übrigen habe die Vertragswerkstatt keine freien Termine gehabt.

Das Amtsgericht München hat die Klage abgewiesen und ausgeführt eine Erstattung des mit der Klage geltend gemachten Differenzbetrages komme nicht in Betracht. Die Werkstattbindung sei wirksam vereinbart worden und dem Kläger sei bei einem KfZ-Schaden nach Hagel, auch eine Wartezeit von einem Monat zuzumuten gewesen. In jedem Fall hätte der Kläger die Versicherung vorher auffordern müssen eine andere Vertragswerkstatt zu benennen, bevor eine frei gewählte Werkstatt beauftragt wird.

Selbst der Umstand, dass die von dem Kläger gewählte Werkstatt die gleichen Stundensätze berechnet habe, führe nicht dazu, dass der Abzug der 15 % unrechtmäßig erfolgt sei. Denn die Kostenvorteile durch Großkundenrabatte und andere Effekte könnten in Form einer niedrigen Prämie an die Versicherten nur dann weitergegeben werden, wenn auch tatsächlich die Vertragswerkstätten in Anspruch genommen werden. Das Urteil ist rechtskräftig.

____

Ihr Ansprechpartner:

Foto von Mirko ZieglerRechtsanwalt
Mirko Ziegler

Telefon: 0381/25296970
Fax: 0381/25296971
eMail: ziegler[ät]mv-recht.de
Web: Lebenslauf
Seite: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35

Nach oben